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Dass Öko nicht mehr gleichbedeutend mit Jutebeutel und Jesuslatschen heißt, ist wohl den meisten mittlerweile klar. Spätestens seit der Konzern H&M auch auf Biobaumwolle setzt, ist die Nachfrage erheblich gestiegen. Doch wer auf dem Land wohnt, sieht da ziemlich schnell ganz schön alt aus. Zum Glück gibt es auch eine große Auswahl an online Shops mit modischen, fair gehandelten und ökologischen Produkten.

Ökomode  ©Flickr.com/Creole Collection

Coole Ökomode für alle

Ökomode ist nicht gleich Ökomode. Klar, wenn man den Begriff bei Google eingibt, wird man bestimmt auch massig Artikel und Shops für Schlabberpullis aus Schafswolle und unförmige Stoffhosen in Lila und Orange finden. Unabhängig davon hat sich aber in den letzten Jahren eine große Anzahl an jungen Designern mit dem Thema beschäftigt und sich überlegt, wie man fair gehandelte Kleidung so modisch wie möglich gestalten kann, dazu jedoch auch noch unter umweltfreundlichen Bedingungen herstellt.

Eine ganz schöne Herausforderung! Denn umsonst sind die Teile von H&M und anderen großen Bekleidungsketten nicht so günstig. Die Preise zahlen entweder die Arbeiter, die zu Niedriglöhnen im Akkord unter miserablen Bedingen arbeiten, teilweise sogar Kinder, oder aber die verwendeten Materialien sind schwer mit Pestiziden belastet.
Trotzdem kostet coole Ökomode nicht die Welt, viele von uns haben nur vor lauter „Geiz ist geil“ Mentalität vergessen den Wert von Produkten überhaupt noch realistisch einzuschätzen.

Schon lange kursieren Diskussionen, die sich mit der Frage beschäftigen, welche Maße bei Models akzeptabel sind. Immer wieder schockieren uns die Medien mit abgemagerten Mädles, bei denen jede Rippe und jeder Knochen sofort ins Auge sticht. Auch gab es schon solch gravierende Fälle, dass junge Models zu Tode gehungert sterben mussten.

Und für was? Für den bloßen Traum einer großen Karriere? Um auf Titelseiten renommierter Magazine erscheinen und auf den Laufstegen dieser Welt laufen zu können? Für welchen Preis? Sie zahlen mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben! keine Magermodels mehr © flickr / clickflashphotos
Das kann nicht Sinn und Zweck eines Model-Daseins sein – So denken mittlerweile auch einige Agenturen und agieren, in dem sie Models, die ein bestimmtes Gewicht unterschreiten nicht in ihre Kartei aufnehmen.
Auch in Deutschland macht sich eine Frauenzeitschrift stark, zieht Konsequenz und kämpft gegen die Magermodels an.
Ab dem 02. Januar 2010 wird die Initiative „Ohne Models“  aktiv und die Brigitte fotografiert keine professionellen Models mehr. Bewerben können sich ALLE. Egal ob Bankkauffrau, Hausfrau, Chefsekretärin oder Friseurin. Eben ganz normale Frauen.

Es ist Kuschelsaison, denn ein super schöner und praktischer Modetrend sucht uns auch in diesem Herbst/Winter 2009 wieder heim. „Leg dir ein dickes Fell zu“ lautet die Devise und das ist in diesem Jahr ein Leichtes. Neben Strick peppen jetzt auch Pelz und Felle die Outfits auf und sind gerade an ungemütlichen Tagen das perfekte Accessoire.

Warm durch den Winter © flickr / lanuiop

Egal ob mit Fransen, Bommeln versehen oder ganz aus Fell, diese Mode Erscheinung zaubert unter Garantie einen eleganten Effekt und ist ein wahrer Hingucker.
Auch die Wahl des Kleidungsstückes spielt keine Rolle, ob Fellweste oder Pelzhut, eine einfache wollige Handtasche, oder mit Fell besetzte Schuhe: Hauptsache es ist gemütlich und kuschelig.

Die australische Designerin Aheda Zanetti, welche dem muslimischen Glauben angehört, entwickelte eine Bademode, auf die wohl der Großteil der Musliminnen in sehnsüchtiger Erwartung gehofft hatte.

Der Burkini, oder auch Burqini oder Bodykini genannt, erlaubt es den Frauen erstmals, ohne lästige Schleier und vielschichtige Lagen Stoff ins kühle Nass zu steigen, oder gar das erste Mal ins Wasser zu gehen, ohne gegen ihre Glaubensgrundlagen zu verstoßen. Da es sich bei dieser Mode um einen Ganzkörperbadeanzug handelt ist sie schariakonform.

Burkini © flickr / giorgio montersino

Die Form und der Schnitt des Burkinis sind dem eines Schlafanzuges gleich und unterscheiden sich lediglich darin, dass in jenen eine Haube integriert ist, die das Haar bedeckt.
Da er aus einem Material gefertigt ist, welches auch dann nicht an der Haut haften bleibt, wenn es mit Wasser in Berührung kommt, zeichnen sich die weiblichen Rundungen und Konturen des Körpers nicht ab.
Aus dem Grund, dass mehr Stoff benötigt wird, sind die Burkinis etwas teurer als die herkömmlichen Bikinis und Badeanzüge und deren Preis liegt bei rund 200 Euro.

Ein weiterer Vorteil dieser „Erfindung“ wird für jeden klar sein, der schon einmal im australischen Gebiet Urlaub gemacht hat. Die Sonne, die tagsüber in Australien scheint, ist sehr aggressiv und greift die Haut schnell an, wodurch einerseits Sonnenbrand entsteht und andererseits das Hautkrebsrisiko sehr hoch ist. Auch Frauen, die nicht dem muslimischen Glauben angehören, tragen ihn daher gerne, denn er bietet guten Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und ist eine Alternative zum Tragen einfacher T-Shirts über der normalen Badebekleidung.

Heute haben sie begonnen: Die Olympischen Spiele 2008. Die Sportler wurden eingekleidet und repräsentieren ihre Länder…Ein paar Worte dazu.

Olympiade - flickr©antmooseDie Olympischen Spielen in Peking sind ja gerade DAS Ereignis und da wurde richtig investiert. Aber zugegebenermaßen interessiert Sport mich nicht soooo sehr, um so mehr aber die prachtvollen Kostüme und Frisuren der Tänzer und sonstigen Darsteller der Eröffnungsfeier, allein dafür habe ich mir die Eröffnungsfeier also auch angeschaut.

Die Chinesen haben wirklich “alles gegeben” und mit ihrer Party ordentlich beeindruckt – das Design und der Style war beeindruckend. Sie legen sichtbar Wert auf eine ausgefeilte Präsentation ihres Landes und seiner Bewohner. Danach habe ich mich gefragt: Was tun eigentlich die Sportler für die Präsentation ihrer jeweiligen Länder. Dabei bin ich auf folgendes Video gestoßen:

Mit Mode die Welt verbessern.

Ich habe mich hier ja schon mehrfach zu “Ökomode” geäußert, heute stelle ich ein Label zum Thema vor:
„Armedangels“ – Bewaffnete Engel also – nun ja… Die haben sich also vorgenommen, die Welt positiv zu verändern, was ja erstmal sehr löblich ist ;)

Was genau machen die?

Öko ist Luxus – nicht nur bei den Klamotten, aber Öko ist auch angesagt.

Ex-Model Sheherazade Goldsmith zum Beispiel hat bereits ein Ratgeberbuch zum Thema “ökolgisch leben” unter dem Titel “ Slice of Organic Lifeveröffentlicht. Darin finden sich Tipps und Ratschlägen für jedermann und zu allem, sei es Einkauf, Kochen, Haushaltsputz und was noch so dazu gehört. Und weil das scheinbar so in (oder lukrativ ;) ) ist, arbeitet sie bereits an einem weiteren mit dem Titel “A greener Christmas”.
Aber auch Stars wie Leonardo DiCaprio, der sich ja schon länger zum Thema Umweltschutz engagiert und äußert, lässt sich von Autoverleihern wie “Eco-Limo” herumkutschieren, statt ein Luxus-Auto samt Chauffeur zu besitzen ;) .

“United Colour of Benetton” – der Name weckt bei vielen Menschen eine Assiziation zu provokanter Werbung und stellt die Mode im die es dabei geht in den Hintergrund. Wie hat sich das Imperium eigentlich aufgebaut und was wurde überhaupt verkauft?

logo © flickr / His Master’s Voice

Bei YouTube gibt es derzeit zig Färbe-Anleitungen: Spiralen und psychedelische Farbverläufe auf Stoffen wie bei den guten alten “Blumenkindern”.

Batik Fashion Also feiert die Batikmode in diesen Sommer ein Comeback – ich persönlich finde ja, dass zuviel Batik nicht gut für die Augen ist ;) An diesem Modetrend scheiden sich eben die Geister, die Einen kriegen das kalte Grausen, die Anderen finden es total cool.
Es begann mit Designern wie Prada, die in der letzten Saison Degradé oder Ombre genannte Farbverläufe präsentierte. Gab es jetzt auch wieder bei H&M – da kommt doch Freude auf.

Aber Prada war nur der Anfang, neben anderen Designern zeigte auch Wolfgang Joop mit seinem Label Wunderkind Batik in allen Variationen.

Das Geschäft “Tønsberg” in Berlin verkauft Kleidung der Marke “Thor Steinar” und dieses gilt als beliebtes Label von Neo-Nazis.

Thor war ja der Wetter beziehungsweise Donnergott der Germanen, auch mal Donar genannt. Das eine “Modemarke” sich so nennt und dazu noch den Namen Steinar sozusagen als Nachnamen wählt, ist schon bezeichnend.

Diese Marke wurde vor ungefähr fünf Jahren in Königs Wusterhausen von zwei Herren gegründet, von denen keiner Steinar oder Thor heißt. Die Marke bietet Herren- und Damenmode an. Diese Kleidung fällt auf durch Runenzeichen und schlichte Machart – total langweilige Kleidung meiner Meinung nach, aber natürlich bekannt an Mitgliedern bestimmter politischer Randgruppen. Es geht ja auch um ein Statement der Kunden, das kann man auch an dem Video sehen, das auf der Web-Seite zu finden ist, das wohl die Legende von “Thor Steinar” in Laufschrift erzählt. Mit schwülstiger Musik hinterlegt läuft da Schriftzug für Schriftzug durch, ich muss ganz ehrlich sagen, ich mochte es nicht zu Ende lesen.
Besagter Laden war bis vor kurzem in einem anderen Viertel Berlins, wo der Mietvertrag nicht verlängert wurde und auch Anwohner regelmäßig Protest gegen den Laden eingelegt zu haben scheinen. Seit Freitag gibt es den Laden, ironischerweise in der Rosa-Luxemburg-Straße, erst wurde demonstriert, heute morgen wurde die Fassade mit Farbbeuteln beworfen. Das kann ja heiter werden…

Ich sage ganz ehrlich, ich mag diese Klamotten nicht, ich mag keinen dieser Läden und die Leute, die ab und zu davor stehen sind mir auch nicht sympathisch. Ich bin sogar für weiträumiges Umgehen solcher Läden und ich kann gut verstehen, wenn die Menschen so etwas nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen.
Zur Demonstration fanden sich ganze sechzig Leute ein, ist das viel oder wenig in einer Stadt wie Berlin?

Sollten es nicht mehr Demonstranten sein oder schenkt man der Angelegenheit zuviel Aufmerksamkeit?